Das sind zwei der Beweggründe, die dazu geführt haben, dass wir im Oktober 2022 unsere erste Netzwerktagung ins Leben rufen konnten. Die Vision, Menschen zusammenzubringen, die allesamt in irgendeiner Form am Thema "Draußenlernen" dran sind, leitete uns damals - und tut dies immer noch.
Von der positiven, motivierten und wertschätzenden Stimmung waren wir begeistert und sind mit diesem Schwung in die zweite Netzwerktagung im Jahr 2023 gestartet. Auf Burg Ludwigstein in Witzenhausen (Hessen) setzten sich Teilnehmende aus ganz Deutschland mit dem Motto "Draußen macht Schule | wetterfest" auseinander (und zusammen). Wir fragten uns, was die Stolpersteine beim Draußenlernen sind und was es braucht, um daraus ein Fundament zu machen, das trägt. Dabei standen sowohl praktische Hands-on-Themen als auch Themen der Persönlichkeitsentwicklung und das Aufgreifen globaler Herausforderungen und deren Auswirkungen auf die Praxis des Draußenlernens auf dem Programm. Stöbert gerne selbst ein bisschen in den Erinnerungen…
Die dritte Netzwerktagung des Netzwerks Draußenlernen fand vom 24. bis 26. Oktober 2024 in Pielenhofen bei Regensburg unter dem Motto "Draußen macht Schule | zukunftsfähig. Transformation und Wandel durch Draußenlernen" statt. Über 100 Teilnehmende reisten aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Finnland an. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Draußenlernen das schulische Lernen zukunftsfähig machen kann.
Die Veranstaltung begann für eine kleine Gruppe mit einer Exkursion zum „Bauspielplatz“ in Regensburg, gefolgt von Impulsvorträgen und Workshops. Stefan Rostock (Germanwatch e.V.) betonte die Bedeutung, junge Menschen zu befähigen, Veränderungen selbst zu gestalten. Tanja Schorer-Dremel sprach über ihre eigenen Transformationsprozesse und Timo Holthoff ging auf die Notwendigkeit einer neuen Kultur der Verbundenheit ein. Ulla Myllyniemi gab immer wieder Einblick in ihren eigenen Lernweg, der sie zu einer der finnischen Draußenlernexpertinnen machte. In praktischen Workshops wurde das Draußenlernen vertieft und die eigene Haltung zu Veränderungsprozessen reflektiert.
Die Tagung regte einige Denkprozesse an, machte Mut und verdeutlichte die zentrale Rolle des Draußenlernens für eine zukunftsfähige Schule.
"Draußen macht Schule | wetterfest" auf Burg Ludwigstein
Anfang November 2023 fand die zweite Netzwerktagung statt, neben einigen bekannten Gesichtern durften wir viele neue Teilnehmende aus ganz Deutschland begrüßen. Das Motto "Draußen macht Schule | wetterfest - Herausforderungen identifizieren und Chancen stärken" begleitete uns durch die Tage auf der wunderschönen Burg Ludwigstein. Wir widmeten uns globalen Herausforderungen und zogen Verbindungslinien zur Praxis des Draußenlernens, bei Impulsen, die unsere eigene Persönlichkeits(weiter)entwicklung betrafen, ging es "ans Eingemachte". Ein paar neue Formate - wie eine Exkursion zu einem Schulbauernhof, eine künstlerische Begleitung der Tagung durch zwei professionelle Clowninnen, eine Kooperation mit der nahen Umgebung des Tagungsortes und eine Diskussionsrunde am Abend waren auch dabei.
Wenn eigene Ideen Früchte tragen und man selbst spürt, dass man mit seinen Überzeugungen nicht allein ist, dann ist das ein gutes Gefühl. Dieses Gefühl durften einige der Teilnehmenden auf der „Draußen macht Schule I vielfältig“ erfahren. Die Tagung fand vom 27. bis 29. Oktober 2022 in Bad Sulza, Thüringen statt.
Die Vision zur Veranstaltung dieser Tagung war klar formuliert, nämlich wie Draußenlernen irgendwann ganz normaler Alltag werden kann. Wichtig ist, dass es hierbei grundsätzlich nicht um das Draußenlernen und den Draußenunterricht im Aktionsort Wald geht, sondern allgemein um einen Aktionsort außerhalb des Klassenzimmers. Dieser Ort kann der nahegelegene Bäcker sein, aber auch der Friedhof oder Museen kommen hierbei infrage. Der Draußenunterricht leistet einen wichtigen Beitrag zu einer Bildung der Zukunftskompetenzen. Durch das Lernen an anderen Orten, außerhalb des Klassenzimmers, können wichtige Erfahrungen für Körper und Seele gesammelt werden.
Die Auftaktveranstaltung des Netzwerks „Draußenunterricht“ hatte das Ziel, die Vielfalt des Draußen-Lernens zu zeigen. Dabei standen sowohl theoretische Impulse anhand von Workshops und Keynotes, sowie Einblicke in die Outdoor-Education und praktische Workshops im Vordergrund. 108 Personen, primär aus Deutschland, aber auch Referent:innen und Gäste aus Dänemark und der Schweiz waren anwesend. Hauptzielgruppe waren Lehrkräfte und Menschen aus dem Pädagogik- und Bildungsbereich. Allen Teilnehmenden waren besonders der persönliche Austausch und das Vernetzen untereinander wichtig. Dabei ging es nicht nur darum, im Netzwerk zusammenzuarbeiten, sondern v.a. sichtbar zu werden, und die Gesellschaft wie auch Bildungs-Entscheider:innen vom Draußenunterricht zu überzeugen. Mit diesem Ziel vor Augen, wurden Workshops unterschiedlichster Themen angeboten, z.B. Wie funktioniert Lernen im Wald? Mathe unter freiem Himmel; Schule gründen, draußen lernen. Zwei Vertreterinnen der SDW Bayern boten den Workshop „Unterricht im Wald – Transfer von drinnen nach draußen“ an. Anke Camphause und Olivia Dieser stellten hierzu den aktuell gestalteten Ordner „Unterricht im Wald“, mit 55 Unterrichtseinheiten nach Baukastenprinzip vor.
Die Tagung kam sehr gut bei den Teilnehmenden an. Besonders das miteinander Vernetzen und die praktischen Arbeiten wurden positiv bewertet. Ziel ist es, im nächsten Jahr eine weitere Tagung zur Thematik abzuhalten. Hier sollen die gesetzten Ziele bewertet werden, aber auch konkret Maßnahmen besprochen werden, wie Kinder den Klassenraum im schulischen Kontext noch öfter verlassen können. Draußenunterricht soll weiterhin im Fokus liegen, jedoch das Kernthema wird ein Neues sein.