Schadflächen schnell wieder in Bestockung bringen

Waldbeauftragter Cajus Caesar besucht Schadflächen in Bayern

Bild: v.l.n.r.: Christoph Rullmann, Stefan Breit, Forstwirtschaftsmeister, Christian Kaul, Jörg Meyer, Tanja Schorer-Dremel, MdL, Cajus Caesar, Bernd Lauterbach.

11.10.2019 Auf Initiative der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald fand eine Exkursion auf eine Borkenkäferschadfläche in den Bayrischen Staatsforsten im Umfeld von München statt.

Inzwischen sind ähnlich wie hier zu sehen, rund 200.000 Hektar Waldfläche in Folge der extremen Hitze und Trockenheit des Jahres 2018 abgestorben, erläuterte
SDW-Bundesgeschäftsführer Christoph Rullmann die aktuelle Situation. Die anhaltende Trockenheit in vielen Gebieten von Deutschland wird auch in den kommenden Jahren weitere Schäden im Wald verursachen. Betroffen sind neben den Fichten und Kiefern auch andere Baumarten wie zum Beispiel die Buchen.

Der Waldbeauftragte der Bundesregierung Cajus Caesar betonte, dass die Wiederaufforstungen der Schadflächen mit Tanne, Douglasie, Küstentanne oder Sequoia könnten, je nach Standort ein erster Lösungsansatz sein. Unserer Gesellschaft müsse es am Herzen liegen, einen nachhaltig bewirtschafteten, gesunden, vielschichtigen Wald aufzubauen, der einen umweltfreundlich erzeugten Rohstoff liefert und
gleichzeitig der beste Klimaschützer ist.

An Hand der besichtigten Waldbilder verdeutlichte Forstbetriebsleiter Jörg Meyer sowie der stellvertretende Forstbetriebsleiter Stephan Breit mit seinem Team aus Revierleiterin und Forstwirtschaftsmeister vom Forstbetrieb Schliersee die gerade
stattfindende Schadholzaufarbeitung und die Wiederaufforstung mit entsprechenden Laubholzmischungen. Die Bayerischen Staatsforsten sehen es seit fast 20 Jahren als Ihre Aufgabe die Wälder an die Veränderungen des Klimas anzupassen. Jedoch wurden auch staatliche Waldflächen von der Geschwindikeit der Veränderunen überrascht. Zudem stellten die Forstexperten klar, dass eine zielführende Stabilisierung der Wälder nur auf ökologischem Wege erfolgen kann und hierbei angepasste Wildbestände eine zentrale Rolle spielen.

Christian Kaul, Referent für Forst und Holzwirtschaft des Bayrischen Waldbesitzerverbandes, verwies auf den enormen Vermögensverzehr der Waldbesitzer mit Verkaufspreisen von Holz die vielerorts unter den Aufarbeitungskosten und den Kosten für die Wiederaufforstung der Flächen liegen. Er forderte einen finanziellen Ausgleich für die Ökosystemleistungen der Wälder in Bayern.

Der BDF Landesvorsitzender Bernd Lauterbach machte deutlich, dass es wichtig ist, mit fachlich ausgebildetem Forstpersonal die Herausforderungen anzugehen. Hier seien dringend zusätzliche
Forststellen erforderlich. Andernfalls können in absehbarere Zukunft die Leistungen des Waldes nicht mehr sichergestellt werden.

Die Vorsitzende der SDW Bayern Tanja Schorer-Dremel, MdL honorierte den enormen Einsatz von Forstleuten und Waldbesitzern, wohl wissendlich, dass ein Großteil der Arbeit noch vor einem liege. Ihr gehe es um schnelles,unbürokratisches Vorgehen. Sie werde das am heutigen Tag gesehene und besprochene unverzüglich in den politischen Meinungsbildungsprozess in Bayern und im Bayrischen Landtag einbringen.

Wir hoffen auf Rückmeldung, so Rullmann.

Mitmachen!

Werden Sie >> Mitglied bei der SDW Bayern, oder unterstützen Sie unsere gemeinnützige Arbeit für den Wald und die Natur mit einer >> Spende.

Tagung "Unterricht im Wald"

29. November 2019, Ludwigstr. 2, München, 08.30 Uhr bis 15.15 Uhr

Weiter Informationen

3. Waldpädagogik Forum BNE in der Waldpädagogik

Donnerstag, 14. November 2019 in Freising-Weihenstephan, 08:30 - 16:30 Uhr