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Sprüche Gedichte von Holz und Wald

 

Astrein


Alle Ochsen haben Knochen
Man kann nur mit Wasser kochen.
Jedes Ding hat seine Reste,
und das Holz hat seine Äste.
Wenn ich lese: Astrein, astrein,
muss ich immer sehr gefasst sein,
dass ich nicht dem Frager schreibe:
Holz ist keine Fensterscheibe.
Wenn wir in dem Holze schwämmen
und das Geld nicht könnten dämmen,
möchten wir wohl astrein bauen
und den Rest zu Brennholz hauen.
Aber nach den schweren Jahren
heißt es doch für Deutschland sparen.
Und das Holz nach den Beständen
peinlich ausgenutzt verwenden.
Darum bitte, nicht so zieren
und auf Astrein aussortieren.
Immer sollst Du daran denken.
Deutschland hat nichts zu verschenken.
Ein gesunder Ast hält länger
als ein feiner Astreinsänger.
Einfach, praktisch sollst Du bauen
und nicht nach der Mode schauen.
(Ernst Sachse)

 

Doktor Wald

Wenn ich an Kopfweh leide und Neurosen,
mich unverstanden fühle oder alt
und mich die schönen Musen nicht liebkosen,
dann konsultiere ich den Wald.

Er ist mein Augenarzt und mein Psychiater,
mein Orthopäde und mein Internist;
er hilft mir sicher über jeden Kater,
ob er aus Kummer oder Cognac ist.

Er hält nicht viel von Pülverchen und Pille,
doch umso mehr von Luft und Sonnenschein;
und kaum umfängt mich seine sanfte Stille,
raunt er mir zu: Nun atmen Sie mal ein!

Ist seine Praxis auch sehr überlaufen,
in seiner Obhut läuft man sich gesund,
und Kreislaufschwache, die noch heute schnaufen,
sind morgen ohne klinischen Befund.

Er bringt uns immer wieder auf die Beine
und unsere Seelen stets ins Gleichgewicht,
verhindert Fettansatz und Gallensteine –
bloß Hausbesuche macht er nicht.

( Verfasser unbekannt )

 


Das ist etwas Geheimnisvolles. Kommt es daher, dass Holz, ob auch noch so behauen und gestutzt und gehobelt, irgendwie lebendig bleibt?
Es hat gelebt, wie ein heimliches Etwas in uns noch immer lebt.
Und man beachte, wie selten man bei Menschen, die mit Holz zu schaffen haben, einem unglücklichen, verbitterten Gesicht begegnet.
(J.B. Priestley)


Hier ist ein Werkstoff, der natürlichste von allen, dessen Anblick, dessen Geruch, dessen Dasein erfüllt ist von den Kräften des Werdens und Wachsens.
Noch in dem letzten rauen Brett wissen wir die Kraft des Waldes, genährt von den Säften der Erde und erfüllt von der Sonne des Himmels.
Die Spuren der Jahre und Gezeiten trägt dieser Werkstoff in feinen Linien und Zeichnungen an sich, und indem er uns schützend und wärmend umgibt, legt er ständig Zeugnis ab von der verschwenderischen Güte der Schöpfung.
(H. Grohmann)

Die Fuge

Gott schuf das Holz, mal hart mal weich '
doch eins, sprach er, ist immer gleich,
es wird nie rasten und nie ruh´n
wird arbeiten, stets was tun.
Und so gab er dem Holz die Zellen,
jetzt konnt es schwinden und auch quellen,
doch als es schwand, wurd´s plötzlich klar,
da war ein Stück wo nichts mehr war.
Und da sprach unser Herr, der Kluge:
Mein liebes Holz, das ist die Fuge.
Trag sie mit Achtung und mit Stolz,
an ihr erkennt man dich als Holz,
auch Fugen sind ein Stück "Natur",
begreif das Mensch, sei nicht so stur.
(Walter Holthusen)

 

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